KYL Jens

    KYL Jens

    Mittwoch, 12 Februar 2020 10:52

    Tagebuchblogeintrag 12.02.2020

     Raum für Mich

    Wie viel Raum brauchst du wirklich für dich und wie viel für deine Beziehungen?

    Bei mir darf sich gerade einiges neu sortieren und umstrukturieren. Von einem Ich in ein Wir. Andere Dinge die plötzlich Zeit benötigen, die ich sonst als Ich nicht in meinem Leben hatte, wollen von mir mit einbezogen werden.

    Die Dinge die mir wichtig sind, bekommen gerade noch mehr Dringlichkeit, zum einen, die in meinem Ich und zum anderen, die im Wir. Ich darf neu priorisieren, darf gerade neu herausfinden, wie viel ich gerade an Raum für mich allein benötige und wie viel Zeit ich für ein neues Wir benötige und wie viel Zeit für andere Beziehungen.

    Das hat die letzten Tage ganz schön in mir gearbeitet und erst heute konnte ich es für dich in Worte fassen.

    Du kennst es sicherlich, wenn du beginnst ein bisschen unklar zu werden, ein bisschen rum zu eiern, sich nicht mehr festzulegen und abzuwarten, was so passiert. Das heißt das Ruder aus der Hand zu geben und somit ein stückweit die Verantwortung. Die Verantwortung dafür, was du brauchst und dir wichtig ist. Wenn etwas ganz neu ist und man noch keine Referenzerfahrung hat, darf sich alles ganz neu sortieren und ordnen. Dafür gebe ich mir gerne Zeit, auch wenn dann meist ein Tag kommt, an dem ich ungeduldig werde und dann weiß ich meistens, die Unzufriedenheit ist nicht mehr weit und es beginnt sich durchzudrücken, was mir wirklich wichtig ist. So priorisieren sich die Dinge von ganz allein. Die Kunst ist es dann, genau das alles zu kommunizieren und sich zuzugestehen, auch, wenn der andere vielleicht die Prioritäten anders für sich setzt.

    Jetzt kommt das Wir ins Spiel. Kommunikation ist aus meiner Erfahrung das A und O, um herauszufinden, wie beide sich völlig frei entfalten können und trotzdem miteinander verbunden bleiben, egal in welcher Beziehung.

    Doch zurück zu mir und dir. Was tut dir gut? Was brauchst du, um zufrieden zu sein, wie viel Raum benötigst du wirklich für dich und benötigst du diesen, um wirklich mit dir in Kontakt zu sein oder, um auszuweichen? Vielleicht, um bestimmte Gefühle nicht fühlen zu müssen?

    Auch, wenn dir allein schon dadurch bewusst wird, wenn du dir Raum für dich nimmst, dass es ein Ausweichen ist, dann hey, feiere dich! Sei achtsam und sanft mit dir. Du bist genau so richtig wie du bist und du darfst genau so sein, wie du bist! Es ist was es ist, sagt die Liebe.

    In Momenten in denen ich spüre, dass ich mich verschließe und keinen mehr um mich haben möchte, weiß ich, es ist Zeit mir Raum für mich zu nehmen. Nun gibt es aber Zeiten und Situationen in denen das nicht so geht. Dann schaue ich in solchen, was ich genau in diesem Moment in der Umgebung und mit den Umständen und Voraussetzungen tun kann, um meine Bedürfnisse zu achten, aber eben auch für das Wir da zu sein. Radikale Ehrlichkeit ist meiner Meinung nach der Schlüssel, der wieder Verbindung schafft. Für sich einzustehen und ein beispielsweise ehrlich und sehr achtsam ausgedrücktes: „Ich bin gerade super genervt von dir“ ermöglichen es genau das wieder in den Fluss zu bringen, denn in solchen Momenten kämpfe ich nicht mehr gegen mich, sondern für mich, (wenn man es so hart ausdrücken möchte.)

    Ich brauche mich nirgend wo durchkämpfen, funktionieren oder in Pose sein. Vielmehr möchte ich berührbar und nahbar bleiben, für dich und mein Umfeld. Vielmehr möchte ich die Menschen teilhaben lassen, was gleichzeitig beinhaltet, dass ich mich an mir teilhaben lasse. Was wiederum die Voraussetzung für Präsenz und Liebe ist.

    Was versteckst du noch vor dir? Gibt es vielleicht etwas, das ausgesprochen werden möchte? Dass erst mal vor dir ausgesprochen werden möchte?

    Nimm dir gerne Raum für dich! Sorge für dich, so, wie es jetzt gerade geht. Für mich gibt es da mittlerweile kaum noch Ausreden, denn die anderen sind für mich immer nur mein Spiegel. Projizieren erzeugt genau das Gegenteil und erschafft Distanz. Wofür entscheidest du dich, für Nähe oder Distanz? Oder, für Ausweichen oder Sich-Zeigen? All das kannst du mit und für dich allein tun. Ich darf mir immer wieder bewusst machen, dass all das in meiner eigenen Verantwortung liegt.

    Und denk immer daran, du darfst so sein wie du bist und dich anderen voll zumuten.

    Fühl dich umarmt!

    Donnerstag, 06 Februar 2020 10:24

    Tagebuchblogeintrag 06.02.2020

     Hintertürchen

    Wo und wann lässt du dir noch Hintertürchen offen?

    Wenn ich ehrlich bin gehörte und gehört dieses Phänomen manchmal immer noch zu eins meinen Lastern.
    Verbindlichkeiten, Commitments und Verpflichtungen sind Dinge von denen ich mich hab gerne stressen lassen. Sie haben mich innerlich unter Druck gesetzt und es hat lange gedauert, bis ich mir dies eingestehen und es somit annehmen und loslassen konnte.

    Gestern habe ich mich dabei beobachtet, wie ich mir wieder einmal einen klitzekleinen Türschlitz offen hielt. Ich möchte dir sagen, dass das vollkommen okay ist, wenn du das machst! Ich habe mich nur dazu entschieden mich wirklich auf´s Leben einzulassen und mich hinzugeben. Dazu gehört für mich, mich mit mir zu 100% zu committen. Ich setzte mich gerne mit meinen Zielen und Wünschen auseinander, weshalb es für mich normal ist zu wissen, wo ich hinmöchte.
    Doch da ist natürlich manchmal auch eine Angst das Ziel nicht zu erreichen, zu scheitern und mir nicht sicher zu sein, ob denn das auch die richtige Entscheidung ist und ich nicht vielleicht doch noch was anderes machen sollte bzw. es da vielleicht noch eine besser Lösung gibt. Zum einen gibt es für mich keine richtigen und falschen Entscheidungen, sondern lediglich Erfahrungen, die wir machen können. Unser Körper und unsere innere Stimme weisen mir den Weg, weshalb ich immer tiefer erkenne, was egomotiviert ist und was wirklich mir entspringt. Ich sage dir, früher dachte ich oft, ich könne auf mein Gefühl hören, doch mittlerweile habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich jedes Mal prüfen darf, welcher Anteil von mir gerade darauf anspringt. Es bedeutet sich immer tiefer selbst zu (er)kennen, sich immer tiefer selbst wahrzunehmen und sich immer tiefer auf das Leben einzulassen. Ich bin wirklich oft einfach losgerannt ohne für mich zu prüfen, warum ich das denn eigentlich tue.

    Und genauso gab es Momente, in denen ich genau wusste was wirklich dran ist und wenn ich ehrlich bin, waren es fast immer genau solche Momente, in denen ich es auf einer tieferen Ebene wusste, doch ich aus Angst, aus Gewohnheit, aus Komfort oder aus Trotz in die andere, für mich nicht stimmige Richtung, gerannt bin. Das war sehr sehr wichtig für mich, um meine Wahrheit noch tiefer leben, ausdrücken und kommunizieren zu können. Um zu erfahren, dass es da Muster und Blockaden in mir gab und gibt, die mich einfach manchmal lähmen. Das hat mir gezeigt, dass ich in vielerlei Hinsicht wirklich nicht frei war/bin, was dann wiederum mein größter Ansporn geworden ist.

    Nach Wahrheit, Aufrichtigkeit und Liebe zu streben. Mich haben solche Momente gelernt, wie unangenehm und verleugnend es sich anfühlt, wenn ich mich selbst betrüge, doch viel wichtiger noch als dieses Gefühl, war für mich, mich in solchen Momenten nicht zu verurteilen, sondern das Geschenk aus dieser Erfahrung zu ziehen, auch, wenn es schmerzhaft war.
    Als ich anfing mir zu erlauben meine Erfahrungen zu sezieren und zu erforschen, wie, wo, was, wann, habe ich begonnen zu begreifen, wie ich innerlich aufgebaut bin und wie unglaublich geschickt mein Ego doch ist.

    Doch zurück zu den Zielen und Wünschen und den Hintertürchen.
    Ich liebe es in Ausfüll- und Tagebücher zu schreiben und mir Zeit für meine Ziele zu nehmen.
    So habe ich ganz klar, was für mich in kommender Zeit ansteht und wo mein Fokus liegt. Erst letzte Woche habe ich mir ein neues Büchlein gekauft, um meine Schritte festzuhalten. Das war jedoch bis heute leer. Ich sah das Büchlein auf dem Tisch liegen und fragte mich, warum ich noch nicht reingeschrieben habe, obwohl ich doch genau weiß, was ich will...

    Haha, ich würd sagen: Schiss in der Buxe :-P!

    Wenn es zu konkret wird oder nicht nur ich daran beteiligt bin, ist das immer so eine Sache. Die „Gefahr“ vor der Enttäuschung ist zu groß, als dass ich mich traute wirklich, schwarz auf weiß, mir zu erlauben, was ich mir wünsche. Denn aus meiner Erfahrung sind es die Hintertürchen, die wir uns offen lassen, die uns unsere Ziele nicht erreichen lassen, hätte, wäre, könnte, wenn … Denn ob bewusst oder unbewusst, wir nutzen sie.
    Dieses Büchlein nach meinen Wünschen zu gestalten und meine Handschrift in es einfließen zu lassen, gibt Freiheit und Kraft und zugleich bringt es mich auch mit noch tiefer liegenden Ängsten in Kontakt, denen ich mich widmen und hingeben darf.
    Doch erstens käme ich an sie nicht wirklich dran, ohne das Türchen zu schließen und zweitens ist es super anstrengend immer wieder in Frage zu stellen.
    Früher habe ich sogar mein Tagebuch in Bleistift geschrieben, zugegeben, ich liebe Bleistift, doch mir fiel auf, dass ich das nicht nur tat, weil ich ihn so mag, sondern vielmehr, weil ich keine Fehler in meinem Büchlein haben wollte. Weil ich nicht zu aufdringlich sein wollte. Weil ich keine Unordnung wollte.

    Doch was wäre das Leben, wenn alles glatt läuft, ich keine Fehler mache und bloß nicht quer oder über den Rand schreibe.
    Vooooll langweilig für mich. Vor allem für meinen Forscher- und Abendteuergeist.

    Gut, ich mag es immer noch, wenn es schön ordentlich aussieht, aber auch das ist in Ordnung, nur, wenn es mich beginnt auszubremsen, ist es allerhöchste Eisenbahn für mich, bewusst dieses Muster zu durchbrechen.
    Mittlerweile kommt es für mich im Leben auf meine Erfahrungen, auf Spontanitäten und gleichzeitig aber auch auf Verlässlichkeiten an.
    Ich möchte dir sagen, wie viel Zeit ich schon mit Banalitäten vergeudet habe, nur, um es perfekt zu machen, um auch das Kleinste noch auszuräumen. Auf der einen Seite eine große Stärke und auf der anderen Seite, wenn ich es an für mich „falscher“ Stelle einsetze, eine große Schwäche.

    So hab ich mir das 80/20 Prinzip angeeignet und gelernt über so einige Dinge einfach hinwegzusehen. Und, es hat mich außerordentlich befreit und so viel mehr Leichtigkeit und Umsetzung ist in mein Leben gekommen. - Einfach machen - lautet mittlerweile mein Leitspruch und damit fahre ich wirklich gut.

    Und abschließend möchte ich dir nochmal sagen, dass mein Weg nicht dein Weg ist. Vielmehr kommt es darauf an, dich zu entscheiden und dich darauf einzulassen. Alles ist richtig, so wie du dich entscheidest. Sei achtsam und liebevoll mit dir und gesteh dir deine Eigenheiten zu, denn dann kannst du herzhaft darüber lachen und sie genießen. Es gibt dir so viel mehr Freiheit und Kraft dir deine Wünsche und Ziele wirklich zu erlauben. Auch wenn das bedeutet, dass du in deiner Komfortzone bleiben möchtest! Alles ist okay! Wie genial, überleg dir mal, wie es wäre, wenn du einfach damit fein wärest, dich nicht entwickeln zu wollen. Wenn du es bist, sind es alle anderen auch. Nur sei dir der Konsequenzen bewusst! Ob in die eine Richtung oder die andere. Und ganz ehrlich, auch grau also der Mittelweg ist in Ordnung. Erlaub dir die Farben, die sich dir zeigen und die du möchtest und meine Empfehlung, schließ die Hintertürchen. :-)

    Sonntag, 02 Februar 2020 15:01

    Tagebuchblogeintrag 02.02.2020

     Gefühlsfluss

    Es ist so schön, dass ich über das Schreiben einfach immer wieder ganz zu mir komme und erkenne, wie was zusammenhängt. Ich habe gerade ziemlich viel geschrieben und einen kleinen Auszug möchte ich mit dir teilen. Bevor ich angefangen habe zu schreiben hatte ich wirklich schlechte Laune und es tut so gut alles völlig frei und unzensiert einfach mal raus zu lassen. Das würde jetzt allerdings ausufern und wahrscheinlich wäre auch einiges missverständlich, weshalb ich das jetzt mal nicht weiter ausführe. Nur soweit, ich starte ein Experiment :-P

    Geht es dir auch manchmal so, dass du viel empfindest, das gar nicht alles in Worte packen, sondern es einfach durchfließen lassen möchtest?

    Wie du vielleicht schon festgestellt hast, habe ich ein sehr bewegtes Innenleben, das mich sehr lebendig macht. Voll schön, aber manchmal auch echt anstrengend :D

    Weißt du, was mir manchmal schwer fällt... diese unglaubliche Berührbarkeit zuzulassen, wenn ich mein Herz öffne und präsent bin. Denn viele Menschen kommen damit nicht klar, wenn ich meine Gefühle ausdrücke, weil sie selber ihre Gefühle nicht aushalten können und dann wollen sie einen immer gleich verändern. Was mir das Gefühl gibt, so wie ich bin, bin ich nicht richtig. Weswegen mir das Leben übrigens auch noch diese Menschen schickt, weil ich da noch mehr zu mir stehen darf. Wenn etwas für sie unangenehmes aus mir kommt, versuchen viele Menschen schlaue Ratschläge zu geben, einen abzulenken oder haben Mitleid.

    Ich bin damit jedoch voll fein, kann mich halten und es fließen lassen, egal was und eine Minute später fühle ich wieder anders. Dieser Fluss der Gefühle ist für viele manchmal nicht nachvollziehbar. Wie bei kleinen Kindern, dass sie im einen Moment voll traurig und im anderen Moment wieder voll freudig sind. Ich denke du weißt was ich meine, oder? Zum einen ist das absolut ein Geschenk, so im Moment sein zu können und zum anderen fällt es mir dadurch aber auch manchmal echt schwer den Fokus zu halten. Die Frage ist nur, muss ich den überhaupt halten, wenn ich in jedem Moment ich bin?

    Meine Antwort war ja und nein, weil ja doch noch alte Programme in mir gespeichert sind und diese wirken, und zum anderen nein, weil das Leben mir ja dann in jedem Moment das bringt, was ich brauche, um noch mehr zu erkennen. Aber auch hier müsste ich ja dann wirklich immer präsent sein, was ich nicht immer bin. Verstehst du was ich meine... Meine Schlussfolgerung daraus war jetzt folgende: Ich habe ein klares Ziel, also einen Fokus, der mir bewusst ist und den ich mir auch immer mal wieder bewusst machen darf, danach handele und trotzdem aber im Moment lebe. Okay, das war jetzt nichts Neues und ist sehr wohl bekannt, doch da steckt noch mehr drin, es geht um Hingabe und Einlassen... Oh man super schwer das in Worte zu fassen.

    Naja, vielleicht hast du eine Ahnung, worauf ich hinaus will.

    Ich forsche auf jeden Fall jetzt mal, wie es sich damit verhält und was es für Auswirkungen hat und berichte dir davon, wenn etwas Zeit vergangen ist und mein Experiment beendet ist.

    Freitag, 31 Januar 2020 20:54

    Tagebuchblogeintrag 31.01.2020

    Umbruchzeiten

    Kennst du das, wenn du merkst, dass gerade eine Zeit des Umbruchs ansteht, du aber noch nicht so genau weißt, was so alles passieren wird und worauf es hinausläuft?
    Okay, das können wir nie wissen, aber wir haben (manchmal) Vorahnungen.

    In diesen Zeiten höre ich noch genauer auf mich und erlaube mir jeden Anteil.

    Was mir immer hilft, dass ich mir alles, wirklich alles aufschreibe, was an Gedanken, Gefühlen und Wünschen da ist.

    Ich schreibe:
    Ja, ich …
    und dann alles was kommt

    Denn sobald wir beginnen, etwas nicht haben zu wollen, leugnen wir es, kämpfen wir dagegen an.

    Wenn ich Angst vor etwas habe oder Zweifel, dann ist für mich das einzige, alles zuzulassen. Nicht, dass ich ihnen glaube, doch sie bekommen auch ihren Raum. Sie dürfen auch sein. Sie wollen mich vor schmerzhaften Situationen schützen. Unser Ego ist unser größtes Hindernis und gleichzeitig unser größter Freund. Denn es tut alles, um das, was uns einmal weh getan hat, was uns verletzt hat, zu verhindern. Ich bin keine Freundin davon gegen das Ego zu kämpfen, sondern Frieden mit ihm zu schließen und die Eigenmacht und die Verantwortung als Erwachsene zurückzuholen.

    Mir hilft es immer in meinen Körper abzutauchen, mich ganz eng mit mir zu verbinden und in der Wahrnehmung zu bleiben. Heißt, präsent zu sein. Wenn ich präsent bin denke ich automatisch nicht nach, denn das Wort allein verrät es schon, NACH-denken. Das heißt Vergangenes wieder herholen. Präsenz und Nachdenken schließt sich also aus.

    Manchmal sind aber meine Gedanken so stark, dass ich sie erstmal alle anschaue, beobachte und unter die Lupe nehme. Denn sie verraten mir auch viel über mich, lassen mich erkennen, wo ich besonders achtsam sein darf, weil sie mir etwas verkaufen wollen, obwohl es mir gar nicht gut tut. Das heißt, ich kann daraus lesen, wann mein Ego verhindern möchte, dass es mir gut geht bzw. dass ich mich auf eine Situation einlasse. Jeder Gedanke hat eine Wirkung auf unseren Körper, auch das beobachte ich.

    Manchmal ist das gar nicht so leicht herauszufinden, wann es mein Ego ist, dass mich hindern möchte oder wann es meine innere Stimme ist, die mir sagt, dass das nicht gut für mich ist.

    In solchen Momenten verlasse ich mich auf meinen Körper. Was öffnet mich, was bereitet mir Freude und was gibt mir Kraft? Und, was engt mich ein, was verschließt mich (allerdings nicht aus Angst) und was zieht mir Energie?
    Manchmal ist das ganz schön verzwickt, denn wir dürfen auch durch unsere und mit unseren Ängsten gehen und uns voll und ganz auf etwas einlassen, wo sich das Ergebnis gut anfühlt, ein Ergebnis, das mich weitet. Denn letztlich sind es die Erfahrungen, die das Leben so lebenswert machen. Wenn ich etwas nicht ausprobiere, obwohl sich das Ziel gut anfühlt, frustriert es mich, weil ich mich selber aufgrund von Ängsten und Zweifeln ausbremse.

    Ein achtsamer Umgang mit mir selbst und ein Anerkennen und Annehmen, dessen was ist, hilft mir immer sehr, weiterzugehen. Weiter Richtung Ziel zu gehen.

    Dienstag, 28 Januar 2020 20:09

    Tagebuchblogeintrag 28.01.2020

    Eigenverantwortung

    Machst du dein Glück und deine Tätigkeiten von anderen abhängig?
    Was ist dir so wichtig, dass du auch alleine dafür losgehen würdest?

    Gestern habe ich mich haarklein im Spiegel meiner Umwelt betrachtet und mich gefragt, welche Situationen etwas mit mir gemacht haben. Denn ich bemerkte, dass ich gestern öfter mal angetriggert worden bin. Sonst mache ich das schon immer in der Situation, doch gestern war es wichtig für mich, mir das noch mal etwas genauer anzusehen.

    Ein großes Thema in meinem Leben war die Eigenverantwortung. Ich durfte lernen für mich und mein Leben Verantwortung zu übernehmen. Wenn ich mir mein Umfeld betrachte, gehe ich immer von dem Film: „Truman Show“ aus. Mein gesamtes Leben ist von der Schöpfung perfekt inszeniert. Ich nehme mir in solchen Momenten alles her, was mich öffnet und was mich eher verschließt und forsche, was ich in meinem Leben verstärken möchte und was ich verändern möchte. Zudem frage ich mich immer auch: „Was hat das mit mir zu tun?“
    Früher war ich die angepassteste Person, die ich kannte, eine Person, die sich kaum ihre eigene Meinung erlaubte und nicht für sich einstand. Am Abend fiel mir auf, dass ich gerade nicht das Leben lebe, das mir gut tut. Viel zu sehr war ich in Gedanken versunken und im Kopf unterwegs gewesen.
    Du siehst, mir geht es manchmal auch noch so, dass ich „abhaue“
    Ich ertappte mich dabei, wie ich die Dinge, von denen ich weiß, dass sie mir gut tun für 2-3 Tage hab schleifen lassen.

    Ich bin immer sehr dankbar für solche Tage und Momente, denn sie zeigen mir, was mir wirklich wichtig ist und wo ich selber noch tiefer gehen und mich noch mehr einlassen darf. Denn ich bin es, die unter meinem Lifestyle, unter meinen Gedanken und Verhaltensweisen leidet, sonst niemand. Es ist so wichtig, dass wir für uns, unsere Entscheidungen und unser Verhalten Eigenverantwortung übernehmen und all das nicht auf andere abwälzen. Ich wünsche mir, dass sich andere anders verhalten? Dann darf ich mich zuerst einmal anders verhalten.
    Sobald ich von anderen etwas verlange oder fordere, darf ich prüfen, ob ich denn das gleiche tue und wenn ja, wo. Im erhellenden Sinn oder im destruktiven Sinn.
    Gleichzeitig dürfen wir aber auch klar für uns einstehen und sagen, was uns wichtig ist.

    Ich möchte dir eine kurze Geschichte aus der Zeit nach meinem Nahtoderlebnis erzählen. Nach diesem Ereignis war ich in absoluter Verbindung mit der allumfassenden Liebe. Ich war vollkommen klar und trotzdem absolut liebevoll. Ich habe einfach gut für mich gesorgt und mein Leben so gestaltet und strukturiert, dass es für mich passt. Dass es mir gut geht. Unser Ego glaubt oftmals, dass die anderen sich dann abwenden oder einen als egoistisch betiteln, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich verbunden bin mit meinem Herzen, wenn ich mir erlaube meinen Körpersignalen und meiner inneren Stimme zu folgen, egal, was der Kopf plappert und es klar und deutlich, aber aus dem Herzen heraus kommuniziere, weiß der andere wo er dran ist. Wie oft drucksen wir rum, wie oft halten wir uns Dinge offen, wie oft sagen wie etwas, was wir gar nicht so meinen, obwohl wir genau wissen, dass das, was wir gerade machen uns selbst verleugnet – und das alles nur aus Angst vor den Konsequenzen.

    Mein Ego, also meine Angst war oftmals stärker, als mein Herz und glaub mir, ich kann dich gut verstehen, wenn du etwas machst oder sagst, obwohl du genau weißt, dass es nicht stimmig ist. Für mich gab und gibt es da nur einen Weg. Und das ist der Weg zurück in meinen Körper und in mein Herz, denn wenn ich verbunden mit mir bin, bin ich in der Selbstliebe und nehme genau wahr, was mir gut tut und was für mich stimmig ist und was nicht. Wenn ich in der Verbundenheit bin, dann erlaube ich mir, meinen Impulsen zu folgen und klar für mich einzustehen, denn ich bin innerlich erfüllt und nicht auf die Liebe des anderen angewiesen.

    Und mal ganz ehrlich, was gibt es schöneres als mit dem anderen ehrlich und authentisch verbunden zu sein. Ist nicht genau das, was uns Sicherheit gibt, wenn die Aussage und die Energie die der andere aussendet, kongruent sind? Auch, wenn es am Anfang vielleicht kurz schmerzt, wenn wir zurückgewiesen werden, ist man dann doch um so verbundener als zuvor, weil die Herzenskommunikation klar, aber dennoch liebevoll ist.

    Ich erlaube mir mein Leben so zu gestalten und einzurichten, dass es für mich passt, und du? Erlaubst du es dir auch? Vielleicht ja ab jetzt etwas mehr. :)

    Montag, 27 Januar 2020 21:06

    Tagebuchblogeintrag 27.01.2020

    Das Leben im Jetzt

    Einlassen... Lässt du dich auf dein Leben, so wie es jetzt gerade ist, ein?
    Was bedeutet eigentlich einlassen und sich dem Moment hinzugeben?
    Ich war gestern Abend frustriert, weil mir einiges bewusst geworden ist, was ich definitiv ändern möchte. Als meine Eltern und ich gestern Abend Essen waren, sprachen wir darüber, wie wir ein Projekt, das ich bei ihnen in der Firma starten wollte, verwirklichen könnten.
    In dem Moment als sie sagten, dass jede Woche, am gleichen Tag, das Projekt laufen müsse, war mir klar, das kann und will ich gerade nicht verpflichtend eingehen. Zum einen, weil ich spüre, dass dieses Jahr viel Wandel bringt und zum anderen, weil ich meine Flexibilität bewahren möchte.
    Dieser Moment war sehr wichtig für mich, denn ich verstand, dass ich mich entscheiden darf, auf was ich mich einlassen möchte. Als ich dann in der Wanne lag wurde mir klar, nach was ich mich sehne und was ich in mein Leben integrieren möchte. Das wiederum erzeugte in mir Frust, weil ich es ja noch nicht habe und somit war ich im Mangel.

    Wenn ich den Soll-Zustand aus einem Mangel heraus betrachte und das Leben im Jetzt nicht mehr wertschätzen kann, wenn ich mir wünsche gerade ganz woanders zu sein oder wo anders im Leben zu stehen, beginnt sofort ein Kampf, den wir nur verlieren können. Denn ich lehne in dem Moment mein jetziges Leben ab und verurteile bzw. bewerte es. Was zur folge hat, dass ich den Wert und das Geschenk des jetzigen Moments nicht mehr sehen, erfahren und spüren kann.

    Ich schrieb noch lange Tagebuch und machte mir einmal mehr bewusst, was ich wirklich weiß, was für mich wichtig ist. Im gleichen Moment fühlte es sich sehr befreiend an, denn ich stand für mich ein. Für meine Bedürfnisse und Wünsche und für MEIN Leben. Doch nun entstand eine Diskrepanz zwischen Ist- und Soll-Zustand, was, wenn ich im Kopf bleibe und mir den Soll-Zustand herbeisehne, Mangel und Unzufriedenheit erzeugt.

    Als ich im Wald heute Morgen meine Atemübungen machte, mich meinem Ist-Gefühls-Zustand hingab und meine Gedanken beobachtete, war mir schnell klar, dass ich gestern Abend in mein Köpfchen abgehauen war. Schon gestern Abend nahm ich wahr, dass es mir schwer fiel ganz da zu bleiben, weswegen ich Musik anmachte, die mir sehr oft dabei hilft wieder in eine gute Verbindung mit mir zu kommen.
    Wir müssen uns nämlich nicht immer quälen, sondern dürfen auch Hilfsmittel zur Unterstützung nehmen.

    Es kann sehr wertvoll sein, sich selbst wirklich in den Hintern zu treten und laut Stopp zu sagen, sich zu schütteln, zu tanzen, tief ein- und auszuatmen oder sich unter die eiskalte Dusche zu stellen. Irgendetwas, das dich aus deinem Kopf bringt. Ich gehe liebend gern in meine kleine Werkstatt und bastele mit Holz oder wenn´s ernst ist laughing, beginne ich zu schleifen und größere Arbeiten zu erledigen.

    Da war er also, der Wunschzustand und ich war da mit meinem Ist-Zustand. Für mich gibt es hier nur eine Lösung, genau zu wissen, was ich will, dem ich mich ja gestern Abend gewidmet hatte und das Landen und Hingeben in den Moment, der JETZT gerade da ist. Denn ich fragte mich: „Was wäre, wenn ich immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit bin?“ Denn genau so ist es für mich. Ich durfte mich wieder darauf besinnen, was ich jetzt für meinen Wunsch-Zustand „tun“ kann, was zum einen bedeutet, mich in das Gefühl zu bringen und zum anderen die Schöpfung um Führung und Unterstützung zu bitten, um dann meinen Impulsen zu folgen.

    Es gilt also herauszufinden, was ich wirklich will und mich genau darauf hin auszurichten und trotzdem aber so gut es mir möglich ist, im Moment zu sein und mich auf das Leben einzulassen, in dem ich gerade bin. Denn alles andere erzeugt Kampf gegen das was ist. Das ist anstrengend und vor allem erzeugt es ein Gefühl des Mangels. Wir dürfen uns also bewusst machen, was wir bereits in unserem Leben haben, was unseren Soll-Zustand unterstützt und fördert.

    Loslassen und hingeben ist auch hier wieder wichtig, denn denken wir die ganze Zeit nur an unseren Soll-Zustand, vergessen wir das Leben, das gerade stattfindet. Ich merke das relativ schnell, wenn ich leicht gereizt bin, wenn ich unzufrieden werde, wenn ich grundsätzlich in einer Abwehrhaltung bin und mich über mich aufrege. Heißt, wenn ich aus meiner Selbstliebe herausfalle, was für mich bedeutet, dass ich aus der Verbindung mit mir herausgehe und in den Kopf abhaue.

    Forme auch du dein Leben zu DEINEM Soll-Zustand und gib dich doch gleichzeitig auch ganz dem Jetzt hin. Folge deinen Impulsen, auch, wenn es manchmal gar keinen Sinn ergibt. Glaub mir, ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht. 

    Sonntag, 26 Januar 2020 19:07

    Tagebuchblogeintrag 26.01.2020

    Innere Einkehr

    Geht es dir manchmal auch so, dass du gar nicht weißt, warum du jetzt gerade traurig bist, oder du ein anderes Gefühl spürst, dass du nicht zuordnen kannst?
    Doch du weißt, dass es einfach nur abfließen möchte? So ging es mir gestern. Etwas Altes durfte gehen und in der Hingabe zum Gefühl, also in der Meditation (die in jedem Moment stattfinden kann), tauchten Bilder auf.

    Ich konnte die Bilder verstehen und blieb einfach ganz da, bei allem, was sich zeigte. Dadurch wandeln sich meine Gefühle und meine inneren Bilder von ganz allein.
    Ich brauche nichts tun, „nur“ mich selbst zu halten und mich in die Hände der Schöpfung fallen zu lassen.

    Wenn mich ein Gefühl überkommt und ich das Thema dahinter noch genauer erkennen und integrieren möchte, nehme ich oftmals Karten zur Hilfe. Zu ihnen habe ich einen guten Zugang und somit habe ich ein gutes Kommunikationsmittel zwischen Himmel und Erde.
    Für mich ging es gestern um tiefes Loslassen. Was immer und immer wieder in meinem Leben auftaucht. So als würde ich, manchmal fast täglich, sterben. Für mich ist es so bedeutsam immer und immer wieder zu sterben, weil darin so viel Kraft, Wandel und Liebe steckt.
    Über die Hingabe und das Loslassen erfahre ich den Witz der Schöpfung. Was meine ich mit dem Witz der Schöpfung, dass plötzlich einfach nur noch Liebe da ist, vollkommen berührt zu werden, von mir selbst und dem Leben. Ich darf erfahren, dass alles eine Illusion ist und der Schmerz sich in pure Glückseligkeit wandelt.
    Das gelingt mir, indem ich mich der Schwerkraft hingebe, mich in mich und somit in die Schöpfung selbst, fallen lasse. Ich weiß, nach so vielen Prozessen des Loslassen-„müssens“, dass ich immer getragen und gehalten werden, dass es da etwas Größeres gibt, dass mich in jedem Moment, wenn ich es zulasse, mit Liebe durchströmen lässt. Doch mein Ego versucht mal mehr, mal weniger, mich vor dem Loslassen und der Hingabe zu bewahren, denn es bedeutet seinen Tod. Auch es zu integrieren ist für mich jedes Mal sehr wichtig, denn manchmal versuche ich diese Ebene einfach auszublenden, denn in der spirituellen Szene wird das Ego so oft verteufelt. Doch ich darf auch mir immer wieder bewusst machen, dass wir Körper, Geist und Seele sind, dass auch der Verstand mir ganz wundervoll dienen kann und, dass ich es bin, die darüber entscheidet, wie viel Raum, welchem Nutzen ich ihm gebe und vor allem was ich ihm glauben möchte.

    Ich wünsche auch dir, dass du dich in dich sinken lassen kannst und die Erfahrung machst, dass du gehalten wirst.
    Wenn du dabei Unterstützung brauchst, die ich mir im übrigen auch manchmal hole, bin ich gerne für dich da und wir lösen deine Blockaden gemeinsam.

    Freitag, 24 Januar 2020 15:44

    Tagebuchblogeintrag 24.01.2020

    Ein Feld voller Möglichkeiten

    Gerade (okay, eigentlich täglich) geht es bei mir im Leben darum, allen Stimmen in mir Gehör zu verschaffen. Allen Gefühlen Raum zu geben und so oft wie möglich präsent zu sein.

    Ich genieße gerade sehr, wie ich seit langem mal wieder ein Feld betrete, dass seit einiger Zeit geruht hat. Bewusst einen Menschen in mein Leben zu lassen, konfrontiert mich automatisch mit alten Gefühlen, Mustern und Blockaden. Gerade, wenn Bereiche in unserem Leben länger keinen Raum bekommen haben und dann plötzlich wieder eine Tür in sie hineingeht, mache ich die Erfahrung, dass dort viel Verborgenes und Altes zu Tage kommt. Wie ein Dachboden, der völlig verstaubt ist und doch voller Schatztruhen steht. Die Sonne beginnt allmählich durch die Ritzen des Daches zu scheinen und wirft scheinwerferartig Sonnenflecken auf den alten Holzboden. Die Schatztruhen sind alles Anteile, die ich in meinem Leben mit Erfahrungen gefüllt habe. In einigen sind noch alte Kindheitsgefühle, in manchen alte Beziehungsgefühle usw.. Jetzt, wo ich wieder intensiver mit jemandem in Kontakt bin beginnen manche Truhen den Deckel zu öffnen und sich zu schütteln, um sich vom Staub zu befreien, um sich mir mit ihrem Inhalt zu öffnen, damit sie mir wieder zur Verfügung stehen.

    Ich genieße es gerade sehr zu beobachten, was in mir auftaucht, welche alten Muster wieder hochkommen und welche Gefühle mein Verhalten beeinflussen wollen.

    Wie auf einem Silbertablett kommen tägl. neue Gefühle, Muster oder Blockaden zum Vorschein und ich darf sie einfach betrachten und wahrnehmen, was sie mit mir machen und welche Auswirkungen sie auf mich haben und wie sie mein Verhalten beeinflussen.

    Dazu über ich mich in Präsenz und nach meiner Erfahrung ist das bloße Betrachten, Wahrnehmen und Fühlen der Schlüssel zur Selbstheilung. Wenn es mir gelingt in meinem Körper zu bleiben und mich all dem hinzugeben verliert es an Macht und ich fühle mich jeden Tag freier. Freier einfach das zu tun, was meinem Ziel und Herzen dienlich ist und was aus mir heraussprudelt. Einfach zu machen, anstatt darüber nachzudenken.

    Dass ich, ich bin, so, wie ich eben gerade bin.

    Jeden Tag scheint die Sonne kräftiger auf den alten Dachboden und ich bemerke, wie es stürmiger wird. Aber nicht negativ, sondern lebendig. Wie alle Truhen miteinander aufleben, ihre Deckel weit öffnen, so dass über all Sonne hineinstrahlen kann. Denn überall, wo wir Sonne, hier gleichbedeutend mit Liebe, hineinlassen und uns ihm zuwenden, uns dem, was sich zeigt, hingeben und ihm in Liebe begegnen strömen all die Inhalte hinaus und wandeln sich, bis es so lebendig wird, dass selbst das alte Dach davon schwebt und die Sonne alles durchlichtet, den restlichen Staub davonträgt und in den Truhen neue wundervolle Blumen und Pflanzen gen Himmel wachsen.

    Für mich ist die Wahrheit möglichst viele Deckel der Truhen die sich so angesammelt haben in meinem Leben zu durchlichten und mit neuen liebevollen Erfahrungen zu befüllen. Auch, wenn es manchmal herausfordernd sein kann, das ist es ganz sicher, auch, wenn ich manchmal nicht weiter weiß, verwirrt bin oder vieles loslassen muss, habe ich doch immer wieder die Erfahrung gemacht, dass das mein wahrhaftiger Weg ist, mich von Altem, Kleinhaltendem und Destruktiven zu befreien. Jedes Mal komme ich näher zu meinem Kern, näher zu mir selbst und was noch viel schöner ist, mit jedem Mal bin ich freier und tiefer mit mir verbunden, woraus alles wirklich Neue entstehen kann.

    Auch dir wünsche ich, dass du Destruktives loslassen kannst, dass du dich auf deinen Weg der Selbstheilung machen kannst und in dir selbst Erfüllung findest!

    Wenn ich dich dabei unterstützen kann, melde dich gerne bei mir!

     

     

    Donnerstag, 23 Januar 2020 20:41

    Tagebuchblogeintrag 23.01.2020

    So tun als ob?

    Als ich vor einigen Tagen so groggi darum lag, fuhr ich natürlich alles auf, um eine Lösung zu finden, wie ich wieder gesund werden könnte. Ich wühlte in meinem Verstand und was liegt da Nahe. Fake it until you make it. Ein kleines bisschen Wahrheit ist darin verborgen, doch nur, wenn es aus dir heraus, aus deinem Herzen kommt und nicht, um etwas weghaben zu wollen.

    Es gab Zeiten, da tapezierte ich meine Wohnung mit Sprüchen, bestärkenden Sätzen und Erinnerungen. Ich übte mich darin immer meine gute Stimmung zu behalten, positiv zu denken und meine Gedanken zu kontrollieren. So auch als ich krank war. Und ja es hilft, es hat mich kurzfristig in einen besseren Mood versetzt und mir ging es tatsächlich besser. Ich trieb es früher soweit, dass ich manchmal (fast immer) über meine schlechte Stimmung oder wirkliche Schmerzen einfach hinwegging und mir weiter einredete, dass es mir gut geht und dass ich gesund bin. Soweit ist es dieses Mal nicht gekommen.

    Naja an einem Nachmittag war ich sogar in der Stadt, weil ich Meisterin im Kontrollieren bin und natürlich gleich alles gab mit „Ich liebe mich.“ „Ich bin gesund.“ … hatte ich tatsächlich die Kraft rauszugehen, doch schon auf dem Nachhauseweg spürte ich, oh, das war ein bisschen viel. Nichtsdestotrotz wuselte ich in der Wohnung noch ein bisschen weiter herum. Zog die Energie hoch und hielt meinen Fokus.
    Ich beschloss den anderen Tag die Heimreise anzutreten, weil ich bei einer Freundin krank geworden war.
    Haha, Pustekuchen! Arschlecken 3,50.
    Denn, mir machte das Leben einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.
    Mit dieser Entscheidung war das Licht wieder wie ausgeknipst und ich spürte richtig, wie mir das Leben mitteilte: „Nein Louisa, du bist noch nicht fertig mit deinem Prozess.“
    Und da lag ich nun wieder mit über 40 Grad Fieber.
    Ich wusste, jetzt gibt´s nur noch eine Option: Hingeben! Ich sagte zu meiner Freundin, zu Gott und mir selbst. „Ich bleibe so lange hier liegen bis mich jemand abholt, mich jemand wachküsst oder bis ich gesund bin.“ Und so schloss ich die Augen atmete so tief es mir unter meinen Schmerzen möglich war in den Bauch und tauchte ganz in meinen Körper ab, was ich die Tage davor auch schon versuchte. Allerdings um zu...

    An diesem Abend gelang es mir noch nicht komplett loszulassen, es fühlte sich so an, als würde das Leben prüfen wollen, ob ich es ernst meine mit dem hingeben. Weshalb ich mich die ganze Nacht darin übte. Am anderen Tag blieb ich stur auf dem Sofa hocken und tauchte immer wieder in mich ab. Am Abend stieg das Fieber wieder und ich wusste okay, da geht noch was.
    Und ich übte mich in aktiver Hingabe. Lies wirklich alles los und mich überrollten Erkenntnisse und Empfindungen aus anderen Dimensionen. Nachdem ich so in mich eingetaucht war, völlig da in meinem Körper, völlig präsent, sank das Fieber innerhalb einer Stunde auf 0 und ich fühlte mich so weichgekocht, wie schon lange nicht mehr.
    Die Nacht schlief ich gut. Mein Körper hatte noch einiges loszulassen und am anderen Tag konnte ich dann nun endlich die Heimreise antreten.

    Aus diesem verbundenen Zustand mit mir und dem Sein, daraus können sich Ziele und Wünsche formen, denn sie sind durchdrungen mit Liebe und entspringen aus dir heraus.

    Ich sage dir und das kennst du mit Sicherheit, einen Zustand, der aber gerade noch nicht da ist, künstlich zu erzeugen UND aufrecht zu erhalten ist verdammt anstrengend und erfordert permanenten Fokus. Ich habe wieder einmal mehr die Erfahrung gemacht, dass die Hingabe und das Loslassen das Einzige ist, was uns immer näher zu uns selbst bringt, das sich daraus Dinge kreieren, die aus unserer Seinsschwingung heraus entstehen. So lange wie wir nach etwas streben sind wir nicht präsent und das Leben kann uns nicht das schenken, was genau uns entspricht, weil wir woanders sind, als bei uns. Das heißt nicht präsent.

    Wenn wir die Dinge aus dem Herzen, in Verbundenheit und mit Liebe aus uns heraus kreieren und klar und deutlich Zustände manifestieren wollen ist das leicht und macht sogar Freude. Uns fällt es nicht schwer diesen Zustand zu halten solange wir verbunden mit uns bleiben.
    Wenn wir also mit unseren Gefühlen aus unserem Herzen heraus uns mit bestimmten Zuständen, Zielen und Wünschen verbinden, dann kann es sich unmittelbar manifestieren. Doch solange der Verstand da mit drin rumfuchtelt wird das Herz und das Unterbewusstsein immer wieder anklopfen.
    Am besten kannst du das unterscheiden, indem du dich fragst, ob es dir leicht fällt deinen Wunschzustand zu halten, oder ob es anstrengend ist und du permanent danach strebst.
    Weißt du, wir oder zumindest ich, bin Meisterin darin mich selbst zu verarschen und wenn ich ehrlich bin mache ich immer wieder die Erfahrung, dass wir das alle sind! Weshalb auch Coaches, Therapeuten, Lehrer andere Menschen usw. so wertvoll sind, weil sie uns immer wieder prüfen.

    Meine Einladung an dich ist, höre auf dich zu verarschen, erlaub dir genau so zu sein, wie du gerade bist, dich genau dem hinzugeben, was sich dir zeigt und damit meine ich nicht, dich darin zu suhlen oder in die Opferrolle zu fallen und eine Geschichte daraus zu kreieren, sondern damit meine ich, einfach nur wahrzunehmen. Wie, wo, was, dich dort hinein zu entspannen und hinein zu atmen.

    Berichte mir gerne, welche Erfahrungen du gemacht hast!

     

     

    Donnerstag, 23 Januar 2020 00:02

    Tagebuchblogeintrag 22.01.2020

    Authentizität 2.0

    Als ich eben im Bett lag und mir einige Fragen stellte bzw. um einige Dinge bat, eröffnete sich mir ein Fenster, dass ich vor langer Zeit schon einmal aufmachte. Unter anderem fragte ich mich, was mir gut tut und mir Freude bereitet. Das ist ganz klar das Schreiben. Doch wieso erzähle ich dir das? Ich möchte dich mitnehmen auf eine kleine Reise in meine Innenwelt. Mein Ego ist darauf ausgelegt Schwäche zu vermeiden und mögliche Makel und Fehler an mir zu verstecken. Ich weiß nicht ob es dir ähnlich geht, doch in der Welt da draußen wird uns so viel vorgemacht, so viel verschwiegen und so viel verdrehtes verkauft.

    Weißt du, was für mich immer am anstrengendsten war? Ein Bild von mir aufbauen zu „müssen“. Da ich im Onlinebusiness tätig bin und auch ein bisschen hinter die Kulissen blicken konnte und kann, ist das was uns oftmals in Newslettern und auf Websiten verkauft wird, Bullshit. Ich als sehr feinfühliger Mensch im Bezug auf Wahrheit oder Lüge bin mir so oft falsch vorgekommen, weil ich immer dachte mit mir stimmt etwas nicht. Ich konnte Menschen oft nichts abgewinnen, wo andere völlig drauf geflogen sind. Für mich stand schon immer die Ehrlichkeit an erster Stelle. Als kleines Kind wurde ich ziemlich verwirrt in dieser Welt. Ich nahm schon immer die Diskrepanz zwischen Innenleben und Gesagtem wahr und so schloss ich darauf zurück, dass wenn dann ich oder die anderen, so wie sie sind, nicht richtig sind. Beides ist natürlich quatsch. In meinem Fall unterdrückte ich irgendwann meine innere Stimme, sodass ich dem Gesagten, also den Worten mehr Gewicht schenkte als meinem Gefühl und mein Misstrauen gegenüber Menschen wuchs enorm. Langsam und Stück für Stück holte ich mir dieses Vertrauen und meine Wahrnehmung wieder und lernte zu unterscheiden, was meine Wahrnehmung mit der Außenwahrnehmung zu tun hat. Denn letztlich ist alles ein Spiegel. Doch die Trennung zwischen den Innenleben der anderen und meinem hinzubekommen war jahrelanges Training und fordert mich manchmal immer noch heraus. Heute ist das, was meine größte Schwäche war, meine größte Stärke, denn heute spüre ich die Blockaden meines Gegenübers in meinem Körper und kann sie dadurch mit ihm auflösen. Doch dafür musste ich einige Schritte tun und vor allem selbst in mir aufräumen! Doch dazu ein anderes Mal mehr.

    Zurück zur Wahrheit. Ich bekomme von einigen Menschen Newsletter und weiß aus einigen sicheren Quellen oder sogar direkt von diesen Menschen, dass das, was sie schreiben, manchmal gar nicht stimmt. Ich habe lange und unter enormer Anstrengung versucht mir eben so ein Bild aufzubauen, doch mein Herz und meine Seele vermieden es in einer Vehemenz, dass ich nun gar nicht anders kann, als diese Zeilen zu verfassen. Ich bin vor 1,5 Jahren wieder in meine Heimat umgezogen und versuche seitdem mit meiner Tätigkeit auch offline wieder Fuß zu fassen. Und soll ich dir was sagen, es hat bis heute nicht geklappt und weißt du warum? Weil ich mir ebenfalls ein Bild aufbauen wollte, das mir aber gar nicht entspricht. Das Anstrengendste an meiner ganzen Tätigkeit das letzte Jahr war, dass ich mich an Vorgaben, Regeln und „Das muss so aufgebaut sein“, „Das solltest du besser nicht schreiben“, „Das muss alles enthalten sein.“ … gehalten habe. Es kann sein, dass es wichtig ist bestimmte Dinge zu berücksichtigen, doch mir ging es schon immer gegen den Strich, wenn Menschen aus ihrem Ego heraus und nicht aus ihrem Herzen heraus kaufen. Ich bin mir sicher das kennst du, wenn du denkst ´Boar geil, das will ich auch!` oder ´Ja, da ist so eine Sanftheit, dort ist Liebe, dort zieht mich etwas hin, obwohl dort auch ein bisschen Respekt da ist` Und ich möchte keine Klienten die aus ersterem zu mir kommen, ich möchte Menschen, die einen ehrlichen und tieferen Weg gehen wollen. Menschen, die sich selbst immer näher kommen möchten und herausfinden wollen, was in ihnen steckt.

    Es mag Menschen geben, die durch Affirmationen, neue Glaubenssätze und Gehirnwäsche ihr Leben verändern, doch ich habe die Erfahrung gemacht und es als meine Wahrheit herausgefunden, dass sich das Unterbewusstsein immer wieder ein Weg bahnt. Mich macht es zum einen wütend und zum anderen traurig, dass unsere Welt so funktioniert und das wirklich Menschliche, das wirklich Liebende und das Echte so oft und so vehement geleugnet wird. Ich möchte davon kein Teil mehr sein, sondern genau so schreiben, wie es aus mir herausfließt und dir durch regelmäßige Tagebuchblogeinträge einen Einblick in mein Innenleben und mein Leben geben. Denn spiegelt nicht auch das unsere Form von Selbstliebe in unserer Gesellschaft wider? Wir reden so, wir tun so, wir verhalten uns so, wir leben so, wie es von uns erwartet wird. Doch wer ist es, der es erwartet? Sind es nicht wir selbst? Sich so ausdrücken zu dürfen und zu können, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob es gefällt oder nicht, was ich schreibe, was ist das für eine Befreiung? Das tun zu können und zu dürfen, worauf ich Lust habe, was ist das für ein Luxus bitte? Wie oft machen wir davon Gebrauch? Wie oft hält dich genau davon etwas zurück? Und damit meine ich nicht, dass du vielleicht noch einem Job, der dir gar keinen Spaß macht, nachgehst. Damit meine ich ganz kleine Dinge. Dich zum Beispiel für 10 Minuten einfach nur auf´s Sofa zu setzen und tief ein- und auszuatmen statt den Staubsauger zu nehmen und noch eben schnell zu saugen. Ich wünsche mir eine Welt, in der wir einfach wir selbst sind und immer näher zu uns selbst kommen.

    Und falls du irgendwelche Menschen auf ein Podest stellst, lade ich dich ein, sie wieder runterzuholen. Sie kochen ebenfalls nur mit Wasser und haben genauso ihre Herausforderungen und Krisen. Lass mich dir noch eine Geschichte von mir erzählen. Die letzten 1,5 Wochen bin ich selbst durch einen wirklich intensiven, reinigenden und tiefen Prozess gegangen.
    Mich hat es so richtig schön zerlegt. Über 40 Grad Fieber, Magen-Darm, krasse Schwäche und massive Gelenkschmerzen. Ich fühlte mich also wie vor ein paar Jahren. Ich war für ein paar Tage auf fremde Hilfe angewiesen und ans Bett bzw. Sofa gefesselt. Du kannst dir also vorstellen, dass in dieser Zeit Selbstzweifel bzgl. meiner Tätigkeit, in der ich auf das Thema Selbstheilungskräfte aktivieren spezialisiert bin, begrüßt haben. Das tun sie eh sehr oft, aber gerade dann, wenn ich es nicht selber hinbekomme, stelle ich all meine Erfahrungen und das, was ich bereits gelernt, durchlebt, losgelassen und umgesetzt habe, in Frage. So auch dieses Mal. Und soll ich dir was sagen, es war so so so wichtig für mich. Ich durfte noch einmal so viel mehr loslassen, erkennen und erfahren. Und diese 1,5 Wochen haben mich noch einmal um so viel bereichert, was ich dir nun weitergeben kann. Leider bekommen wir die schwächsten Momente der Menschen, die in der spirituellen Szene bereits ihren Ruf haben, selten oder gar nicht bzw. nur so pseudoautehntisch mit. Mich persönlich hat das früher immer unglaublich unter Druck gesetzt. Ich habe mich nämlich gern verglichen und nach dem Ideal gestrebt und mir dann innerlich Vorwürfe gemacht, wieso denn das bei mir nicht klappt. Wir haben alle unsere Herausforderungen und Schwachstellen, genauso wie wir alle unsere Potenziale und unsere Stärken haben.
    Und wie viele Bilder werden in der spirituellen Szene kreiert bzw. übernehmen wir, die uns innerlich unter Druck setzen, wenn wir doch mal dies oder jenes haben, wenn wir doch mal was angeblich „falsches“ tun. Wer ist es der das bewertet? Bist nicht du das? Ist das wirklich spirituell und hat das mit wahrhaftiger Selbstliebe zu tun? So genug für heute.

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